Tragbare Kleidung

Aus ökologischer Sicht führt Fast Fashion mit Billigkleidung und der damit verbundene extreme Anstieg an Kleiderkonsum zu schweren Umweltschäden. 

Laut der Wirtschaftskommissionen der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) ist die Textilindustrie durch die Baumwollproduktion der zweitgrößte Wasserverschwender der Welt und trägt massiv zur Wasserverschmutzung bei. 

erfahren Sie hier mehr dazu, wie nachhaltig und ökologisch mit Kleidung umgegangen werden kann. Neben Bio-Baumwolle eignen sich pflanzliche Fasern wie Hanf und Leinen aus biologischer Produktion gut, da sie weniger Wasser bei der Herstellung benötigen. 

Tierische Produkte verursachen bei der Massenproduktion in China, Neuseeland und Australien sehr viel Tierleid. Besonders grausam ist die Pelzproduktion auf industriellen Tierfarmen in China ohne jegliche Tierschutzregelungen.  Empfehlenswert ist lediglich Biobaumwolle aus Deutschland. 


Ökosiegel für Kleidung:

Eine Richtlinie geben die Siegel vor. Es gibt unterschiedliche, von denen einige wichtige Sozial- und Umweltstandards berücksichtigen und auch von der Verbraucherzentrale empfohlen werden:

  • IVN Best: hier werden Mindestlöhne gezahlt und die Produkte bestehen aus 100% zertifizierten ökologischen Naturfasern. 
  • GOTS (Global Organic Textile Standard): Mindestens 70% Naturfasern aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft oder Tierhaltung. Bei dem Zusatz „organic“ sind es sogar 95%.
  • Fairtrade Cotton für Rohbaumwolle, die fair angebaut und gehandelt wurde, d. h. Mindestpreis für die Bauern, um eine nachhaltige Produktion zu decken. Der Fairtrade Textilstandard reicht über den reinen Anbau hinaus, er deckt die gesamte Produktionskette ab.
  • Fair Wear Foundation ist ein Siegel, das mit Unternehmen gemeinsam an besseren sozialen Bedingungen in allen Betrieben und Produktionsländern arbeitet. Es gibt jährliche Prüfberichte. Das Siegel bekommen nur Unternehmen, die nach einem Jahr Mitgliedschaft in die beste Kategorie eingestuft wurden.
  • Cotton made in Africa: Hier werden Kleinbauern unterstützt, für bessere Lebensbedingungen und gerechte Bezahlung, den Ausschluss von Kinderarbeit, giftigen Pestiziden und genveränderter Baumwolle. 

( Quelle der Übersicht: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/faire-kleidung-das-bedeuten-die-siegel-7072)


Tipps zum Umgang mit Kleidung von Leena Volland

Leena Volland ist zusammen mit Florian Schreckenstein Autorin des Buches: „Dein Weg zur Nachhaltigkeit“, BoD-Verlag und CO-Gründerin des Blogs nachhaltig-sein.info 

Im Rahmen eines Interviews für mein Buch Pachamama - eine musikalisch-ökologische Liebeserklärung an die Erde.  

Band 1: Biophilia – über die Liebe zwischen Natur und Mensch gibt sie folgende Tipps zum Umgang mit Kleidung und Kleidungskonsum: 

 

Diese Fragen helfen vor dem Kauf vielleicht weiter: 

  • Brauchst du es wirklich? Wenn nicht, kaufe es nicht!
  • Wenn du es brauchst: Brauchst du es vielleicht nur einmalig, z. B. für eine Hochzeit? Dann frage bei Freunden, vielleicht kannst du es dir irgendwo leihen?
  • Kannst du es vielleicht Second Hand kaufen? Online über Kleinanzeigen oder eine Kleidertauschbörse, im örtlichen Sozialkaufhaus oder vielleicht von Freunden?
  • Wenn du neue Produkte kaufst, achte auf die Siegel? IVN Best, GOTS, Fairtrade, Fair Wear Foundation, Cotton made in Africa
  • Entscheide dich für Qualität statt Quantität.
  • Versuche, „Plastikprodukte“ zu vermeiden. Sie sind aus Erdöl und schwer abbaubar. Außerdem verlieren sie Mikroplastik-Stücke beim Waschen.
  • Vermeide Produkte, die als „bügelfrei“ oder „knitterfrei“ ausgeschrieben sind, denn hier wurden bei der Produktion gefährliche Chemikalien eingesetzt.
  • Recherchiere Lieblingsmarken - und verzichte ggf. darauf, ihre Produkte zu kaufen, wenn sie als wenig Nachhaltig eingestuft werden.
  • Kaufe nur, wenn es ein „Lieblingsteil“ ist. Das garantiert, dass du es gern tragen wirst und es später nicht nur im Schrank liegt. Denn dann ist auch das beste nachhaltige Oberteil nur verschwendete Ressource.
  • Beim Waschen gilt: Kaufe Bio-Waschmittel. Wasche normal verschmutzte Alltagskleidung mit 30 Grad, denn das reduziert die CO2-Bilanz deutlich und es wird trotzdem sauber. (Quelle: Interview mit Leena Volland)

 

Weiterführende Links


Peta - die Anti-Pelz Kampagne

Jahr für Jahr sterben Millionen Nerze, Füchse, Marderhunde, Waschbären, Kaninchen, aber auch Hunde und Katzen, um aus ihrem Fell Pelzbesätze und Accessoires zu machen. PETA-Undercover-Ermittlungen in China zeigen Tiere, die für ihren Pelz erschlagen, zu Tode getreten, durch analen Stromschlag getötet oder erdrosselt werden. Das Unvorstellbare: Viele dieser Tiere leben noch, während sie gehäutet werden! Die Pelzindustrie kennt kein Mitleid. Alles, was zählt ist Profit – und der geht auf Kosten der Tiere. http://pelz.peta.de